Ökologie und umwelt


Das Braunkohlebergwerk SIENIAWA GmbH [Kopalnia Węgla Brunatnego SIENIAWA Sp. z o.o.] fördert die Lagerstätten aufgrund einer Bergbaulizenz des Umweltschutzministers Nr. 2/2002 vom 14.10.2002. Es wird ein bis 40 Meter tiefer und 12,5 ha großer Abbauraum entstehen. Parallel zum Abbau wird die land- und forstwirtschaftliche Rekultivierung des Abbauraumes, oberhalb der wasserführenden Schicht realisiert. Der Abbau der Lagerstätte wird die Wasserverhältnisse in der Region nicht ändern. In der Nähe der Lagerstätte sind keine unterirdischen Wasserspeicher vorhanden, die den höchsten Schutz (ONO) und einen hohen Schutz (OWO) sowie eine Schutzzone für unterirdische Gewässer erfordern.
Es gibt hier keine Fließgewässer und natürliche Seen. Der Schalpegel der in der Lagerstätte arbeitenden Maschinen wie Bagger, Frontbagger, Planierraupen und LKWs ist nicht beschwerlich außerhalb des Tagebaus. Die Lagerung und der Verkauf von Braunkohle erfolgen hauptsächlich von einem Platz am Tagebau, was derzeit die Belastung seitens der durch das Dorf Sieniawa durchfahrenden LKWs im Vergleich zu den Vorjahren verringert.
Laut Bericht über den Einfluss des Abbaus der Braunkohlelagerstätte „Sieniawa 1“ auf die Umwelt (Geologieunternehmen „Proxima“ AG, Wrocław 2002) wird die hauptsächlich durch den Straßentransport verursachte Luftverschmutzung die zulässigen Grenzwerte nach der Verordnung des Ministers für Umweltschutz, Naturressourcen und Forstwirtschaft vom 28. April 1998 über die Grenzwerte der Schadstoffkonzentrationen in der Luft (Poln. Gesetzblatt Nr. 25, Pos. 355) nicht überschreiten.

REKULTIVIERUNG

Die Rekultivierung der Abbauräume wird durch das Unternehmen während der ganzen Betriebszeit geführt. In der ersten Phase – Ausrichtungsbau – wird das Bergmaterial zur Rekultivierung des Abbauraums auf dem Sattel VIII – forstwirtschaftliche Rekultivierung genutzt. Nach dem Übergang zur Innenverkippung beginnt die makroskopische Rekultivierung des Abbauraumes auf dem Sattel IX. Je nach Verfüllgrad des Grubenraumes wird sukzessiv Humusierung und Wiederherstellung biologischer Aktivität der zu rekultivierenden Fläche durch agrartechnische Maßnahmen geführt. Es erfolgt eine land- und forstwirtschaftliche Rekultivierung.
In dem Abbaugebiet befinden sich keine Denkmäler der materiellen Kultur.

DER STILLE SEE [JEZIORO CICHE]

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Ein Beispiel für die forstwirtschaftliche Rekultivierung mit Wasserelement ist der Stille See [Jezioro Ciche], der nach Abbauende des Sattels VIII entstanden ist. In den Jahren 1970-1991 wurde hier Braunkohle mit der Tiefenmethode gefördert. Nach dem Abbauende wurde das Gelände rekultiviert und an der früheren Abbaustelle wurde ein See errichtet. Der See ist mit Regenwasser gefüllt und wird von Wasserquellen gespeist. Mit der Zeit wurde der in der Oberförsterei Świebodzin gelegener See zum festen Bestandteil der hiesigen Landschaft. Der See wurde mit Fischen besetzt, was viele Angler anzieht.
Es ist noch hervorzuheben, dass der Wald um den See herum natürlich aufgeforstet wurde.